Zigeuner-Boxer
von Rike Reiniger
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Der junge Tagelöhner Hans freundet sich mit dem Zigeuner-Boxer Ruki an. Ruki ist Deutschlands bester Boxer. Trotzdem wird der Meisterschaftstitel ihm aberkannt. Die Begründung: er kämpfe „undeutsch“. 1944 treffen die beiden sich im Konzentrationslager wieder. Hans versucht, sich an das Unerträgliche zu erinnern. Rike Reiniger schrieb ihren bewegenden Monolog nach der Biographie des im KZ Neuengamme ermordeten Sinto Johann „Rukeli“ Trollmann. Ihr Stück erhielt beim Heidelberger Stückemarkt 2011 den vom Publikum bestimmten „Preis des Freundeskreises“.

Mit: Frank Wiegard
Regie und Ausstattung: Frederik Tidén

Heidelberger Stückemarkt 2011
Badisches Staatstheater Karsruhe 2011
Kaas & Kappes Duisburg 2011
Kaltstart Hamburg 2012
"Die Inszenierung des jungen Regisseurs Frederik Tidén bringt die grimmige Wut, die stockende Sprache, die innerer Zerrissenheit und die Schwere der Schuld großartig auf die fast leere Bühne. Hans, der Boxerfreund schlurft gebeugt, gebeutelt herein, setzt sich an den Tisch und versucht mit seinen dicken Boxhandschuhen ungelenk eine Plastikflasche mit Wasser zu öffnen und sich ein Glas einzuschenken. Das ist komisch, das ist tragisch und in diesen ersten, schweigenden Minuten schimmert bereits das ganze Drama durch. [...] Anhaltender Applaus."
Badische Neueste Nachrichten, Ute Bauermeister

"Den anrührenden Monolog „Zigeuner-Boxer“, mit dem die Autorin Rike Reiniger 2011 beim Heidelberger Stückemarkt den Publikumspreis gewann, hat Frederik Tiden einfühlsam eingerichtet. Der Schauspieler Frank Wiegard fühlt sich in die wirre Gedankenwelt des Boxers Hans hinein."
Die Deutsche Bühne, Elisabeth Maier