Die Jungfrau von Orleans
von Friedrich Schiller
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Prophetin, Kriegerin, Heilige. Jeanne d'Arc fühlte sich 1429 von Gott dazu berufen, Frankreich gegen die englische Invasion zu verteidigen und bezahlte mit ihrem Leben. Auch heute noch meinen Menschen, einem himmlischen Auftrag zu folgen. Eine Sekte in Topeka, Kansas, verteidigt Gottes Gebote in einer von Schwulen pervertierten und dem Untergang geweihten Welt; radikal und unerbittlich, von wenigen bewundert und von vielen verachtet - wie einst die Jungfrau von Orleans.

Mit: Hanna Plass, Elinor Eidt, Gabriel Raab, Peter Fasching, Max Engelhardt, Johannes Meier

Regie: Frederik Tidén / Bühne und Kostüme: Claudia Irro / Licht: Jens Basfeld / Dramaturgie: Dorothea Streng / Mentor: Armin Petras / Assistenz: Jana Brestel

Otto-Falckenberg-Schule / PATHOS München 2010

“Johanna glaubt unverrückbar an Wahrheiten wie: Abtrünnige schmoren in der Hölle und 'Gott hasst Schwule'. Dann lacht sie das reine Lachen derer, die frei von Zweifeln sind. Es perlt erneut, als die Naive mit der Motorsäge ihrem Frankreich den Rücken stärkt. Und wie Hanna Plaß das macht, zum Glück und Unverständnis der mut- und planlosen Mächtigen, das lässt einen schaudern.”
Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung

“So gelingt der kluge Missbrauch eines Klassikers, der schon immer mehr Verklärung als Aufklärung leistete.”
Matthias Hejny, Münchner Abendzeitung